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Hochzeitsbräuche und Hochzeitstraditionen

Hochzeitsbräuche und Hochzeitstraditionen - hochzeits-location.info
Pixabay © takmeomeo / heydii_de / tonic-pics
Wenn zwei sich das Ja-Wort geben, gibt es ein großes Fest, zu dem es allerlei Bräuche und Traditionen gibt. Manche haben dabei einen ernsten Hintergrund, andere sind einfach nur Schabernack.

Keine Hochzeit ohne Bräuche und Traditionen

Am Hochzeitstag sorgen Bräuche für besondere Momente. Die können skurril, besonders romantisch oder lustig sein. Zu den bekanntesten Traditionen gehört sicherlich, dass der Bräutigam die Braut vor der Zeremonie nicht in ihrem Brautkleid sehen darf, dass die Braut einen Schleier trägt oder dass der Bräutigam vorne (am Altar) auf die Braut wartet. Auch Spalierstehen oder die Entführung der Braut gehören dazu. Es gibt einige regionale Hochzeitsbräuche und auch modernere Traditionen, wie die Wedding Wands. Das sind Glücksstäbe mit Glöckchen am Ende und einem Band. Der Trend ist entstanden, weil vielerorts Reis oder Konfetti nicht mehr gern gesehen sind.

Die Klassiker unter den Bräuchen – Brautstraußwerfen und Baumstammsägen

Schon der Brautstrauß selbst ist eine alte Tradition. Ursprünglich handelte es sich dabei um ein Gebinde aus Gewürzen und Kräutern, die böse Geister fernhalten sollen. Den Brautstrauß zu werfen, ist ein Brauchtum aus den USA. Dazu stellt sich die Braut mit dem Rücken zu den versammelten weiblichen, unverheirateten Gästen und wirft ihren Brautstrauß. Die Fängerin ist die nächste Braut, so sagt der Brauch. Dieses Ritual gibt es auch in Deutschland immer mehr. Mittlerweile bieten die Blumengeschäfte mit dem Brautstrauß eine kleine Kopie an, die speziell zum Werfen ist. So kann die Braut ihr Original zur Erinnerung trocknen.

Beim Baumstammsägen kommt es vor allem darauf an, dass das Brautpaar gemeinsam und gleichmäßig das Sägeblatt bewegt, damit es sich nicht im Holz verhakt. Bei einer moderneren Form kann auch Braut oder Bräutigam unter Einsatz einer Kettensäge den Baumstamm zersägen. Dafür eignet sich eine günstige und nicht so schwere Elektrokettensäge am besten. Welche Modelle dabei besonders gut geeignet sind, lässt sich leicht über einen Kettensägen-Vergleich herausfinden.

Das Baumstammsägen steht symbolisch für Zusammenarbeit und Zusammenhalt des Brautpaares.

Das Baumstammsägen steht symbolisch für Zusammenarbeit und Zusammenhalt des Brautpaares.

Das Anschneiden der Hochzeitstorte und weitere Bräuche

Die Tradition, dass das Brautpaar die Hochzeitstorte gemeinsam anschneidet, ist weltweit verbreitet. Dabei halten beide das Messer gemeinsam. Alten Weisheiten zufolge hat derjenige in der Ehe das Sagen, dessen Hand beim Anschneiden der Torte oben war.

Hochzeitstorten gibt es fast auf der ganzen Welt. Den Brauch, die Torte gemeinsam anzuschneiden ebenso.

Hochzeitstorten gibt es fast auf der ganzen Welt.
Den Brauch, die Torte gemeinsam anzuschneiden ebenso.

Ein Bettlaken-Herz ist ebenfalls ein beliebter Spaß bei einer Hochzeit. Dazu malen die Organisatoren des Spiels ein Herz auf ein Bettlaken, in dem die Namen des Brautpaars und das Hochzeitsdatum stehen. Die Brautleute bekommen jeder eine sehr kleine Schere, um das Herz auszuschneiden. Wenn sie das geschafft haben, müssen sie gemeinsam durch das herzförmige Loch im Laken steigen.

Am Brautauto leere, scheppernde Blechbüchsen zu befestigen, ist ebenfalls ein lustiger Hochzeitsbrauch. Der Radau soll böse Geister vertreiben, wenn das Brautpaar auf dem Weg zur Kirche, zum Standesamt oder zur Feierlocation ist. Die nachfolgenden Gäste hupen laut, um diese Prozedur zu unterstützen.

Ein sehr romantischer Brauch sind weiße Tauben als Liebesboten. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur Braut und Bräutigam je eine Taube fliegen lassen oder ob gleich ein ganzer Schwarm startet. Es ist auf jeden Fall ein romantischer Moment und ein beliebter Hochzeitsbrauch. Die weißen Tauben symbolisieren Wohlstand und Glück. Der Anbieter liefert die Tauben in einem speziellen Korb. Wenn sie gestartet sind, fliegen sie geradewegs wieder nach Hause zurück.

Brauch zur Unterstützung des Brautpaares

Aus Griechenland, wo häufig die ganze Dorfgemeinschaft zur Hochzeit eingeladen ist, sammelt ein Verwandter der Braut unter den Gästen Geldscheine ein. Sie finden einen Platz am Brautkleid. Auf den Philippinen gibt es ebenfalls den Brauch, das Hochzeitskleid mit Geldscheinen zu verzieren. Höhepunkt ist dann, wenn das Brautpaar den „Geldtanz“ vollführt. Während dieses Tanzes befestigen die Verwandten so viel Geld, wie sie können, an der Kleidung der beiden. Daraus hat sich eine Art Familienwettstreit entwickelt. Bei diesem Wettstreit muss die Familie des Bräutigams als Sieger hervorgehen, damit die Zukunft der beiden Familien harmonisch verläuft.

Alles, was Glück bringen soll

Wenn die Brautleute aus der Kirche oder dem Standesamt kommen, bilden Verwandte und Freunde vor der Tür eine Gasse. Meist hält jeder etwas in der Hand, das mit den Brautleuten und deren Hobbys zu tun hat. Das Brautpaar geht unter dem Spalier hindurch und beschreitet symbolisch den weiteren Lebensweg, den sie mit all seinen Schwierigkeiten meistern werden.

Scherben bringen ja bekanntlich Glück. Zudem vertreibt der Lärm von zerbrechendem Geschirr aus Porzellan oder Steingut die bösen Geister. Der Brauch, am Vorabend der Hochzeit einen Polterabend abzuhalten, ist schon älter als die christliche Hochzeitszeremonie. Glas und Spiegel hingegen symbolisieren das Glück und dürfen bei dieser Zeremonie nicht zerbrochen werden. Gemeinsam kehrt das Paar alle Scherben auf, genauso wie es in Zukunft alle Lasten gemeinsam tragen wird.

Ein bisschen Spaß muss sein

Die Entführung der Braut ist ein weiterer Spaß, den sich Freunde des Brautpaares erlauben. Sie stehlen die Braut in einem unbeobachteten Moment. Einige der jüngeren Hochzeitsgäste verlassen mit den Freunden und der Braut die Feier, um in einer Kneipe ein wenig weiter zu feiern. Der Bräutigam bekommt ein paar Hinweise, wo er seine Angetraute finden kann. Wenn ihm das gelingt, muss er noch eine Aufgabe erfüllen und die Rechnung bezahlen, bevor er seine Braut zurückbekommt.

Für reichen Kindersegen

Reis zu werfen war lange Zeit eine Tradition, die eigentlich aus Asien stammt. Da es viele stört, wenn der feinkörnige Reis geworfen wird, haben sich neue Bräuche entwickelt, wie die bereits erwähnten Wedding Wands. Weitere Möglichkeiten sind Blütenblätter oder Seifenblasen.

Hochzeitsmandeln sind ebenfalls schon lange Tradition. Sie sind häufig als Gastgeschenke zu finden. Sie schmecken bittersüß und symbolisieren die Höhen und Tiefen. Damit das Leben mehr süße als bittere Momente bereithält, sind die Mandeln mit Zuckerguss ummantelt. Normalerweise kommen immer fünf Stück in einen kleinen Organza-Beutel. Dabei hat jede Mandel eine Bedeutung: Fruchtbarkeit, Gesundheit, Glück, langes Leben und Wohlstand.

Von diesen Hochzeitsbräuchen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer. Sie garantieren eine unterhaltsame Hochzeitsfeier.

Abbildung 1: Pixabay © takmeomeo (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: Pixabay © heydii_de (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: Pixabay © tonic-pics (CC0 Public Domain)

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